Der Wohnraum im 23. Bezirk entlang der U-Bahn Linie U6 wächst. Demnach gab es bereits vor 2 Jahren schon einen Antrag der Grünen Liesing u.a. auch für einen Lärmschutz auf dieser Strecke.
Damals wurde seitens FPÖ und ÖVP dagegen gestimmt. Heute macht sich die FPÖ Liesing jedoch zu diesem Umstand gedanken darüber und hat in der vergangenen Bezirksvertretungssitzung einen Antrag gestellt.
Der Schallpegel entlang der U6 zwischen Alterlaa und Perfektastraße soll gemessen werden. Die Neubauten auf dieser Strecke würden den Schall der U-Bahn reflektieren wodurch es lauter als zuvor sei.
Laut Bezirksvorstehung hieß es, dass der Antrag einstimmig angenommen wurde und es an das Magistrat sowie Wiener Stadtwerke weitergeleitet.
Anrainer hatten bereits zuvor eine Petition ins Leben gerufen und den Schallpegel gemessen (wir berichteten). Dabei kam man auf einen wert von 94 Dezibel. Laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) sollte die Jährliche durchschnittliche Lärmbelastung außerhalb der eigenen vier Wände unter 40 Dezibel liegen, um gesundheitliche Beschwerden zu vermeiden.
Durch den Wachstum im 23ten Bezirk sind auch ausreichend Schulplätze notwendig – daher sind neue Schulen in Liesing geplant.
In der Carlbergergasse soll es einen Neubau einer Volkschule sowie eine Erweiterung der bestehenden neuen Mittelschule geben.
„Wir investieren an diesem Standort über 19 Mio. Euro und schaffen die Möglichkeit, dass Kinder von 6-14 Jahren in unmittelbarer Nachbarschaft ihre Schullaufbahn verbringen können“ – so der Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky.
Beide Schulen werden ganztägig geführt werden – die Volkschule wird 11 Klassen erhalten und die Mittelschule bekommt weitere 4 Klassen hinzu – auch ein neuer Turnsaal sei beschlossen worden.
Die Ketzergasse, quasi die Hauptstraße durch das Grätzl Siebenhirten, wirkt langsam wie eine „Geister-Stadt“
Die Einzelhändlerin Frau Silvia Ströbinger betreibt seit 30 Jahren das Wollgeschäft „Die Masche“ welches den Anrainern bekannt sein dürfte – sie erzählt gegenüber MeinBezirk.at: „Damals war die Ketzergasse eine lebendige Einkaufsstraße mit vielen aktiven Geschäften“ – mittlerweile sieht es etwas anders aus.
Foto: Noël Gaar / MeinBezirk.at
Das Cafe Adabei (dazumals Anderl) ist genauso wie das Cafe Melange eines der wenigen verbliebenen Cafés in der Ketzergasse die bestand haben.
Ältere Menschen haben es laut der Pensionistin Elisabetz Maliuna auch schwer größere Strecken zurück zu legen, da es an mangelten Einkaufsmöglichkeiten scheitern. Man muss aber auch bedenken dass die SCS mit dem Bus schnell erreichbar wäre und Lebensmittelgeschäfte gibt es in Siebenhirten, auch wenn es nun direkt auf der Ketzergasse leider keines mehr gibt (letztes war der Zielpunkt).
Foto: Noël Gaar / MeinBezirk.at
Für jüngere Leute sei das normal, wie Studentin Kathrin Figerl beschreibt – man treffe sich mit Freunden eher im Stadtzentrum wo mehr los ist.
Die bekannteste Wohnanlage in Siebenhirten ist Wiener Flur (die weißen Bauten wie man hier teilw. auch sagt) – hier werden über 800 Wohnungen von Wiener Wohnen verwaltet. Zusätzlich gibt es noch weitere Wohnanlagen sowie Einfamilienhäuser – soll heißen es wohnen hier einige tausend Menschen, trotz Industrieviertel wo hauptsächlich Firmen angesiedelt sind.
Aber warum ist es hier ein unattraktiver Standort ?
Foto: Noël Gaar / MeinBezirk.at
Die Bezirksvorstehung Liesing zeigt Verständnis und versteht die Anrainer.
Bzgl. Nahversorgung bemüht sich die Politik, so Wolfgang Ermischer gegenüber dem Bezirksblatt. Laut ihm hätten aber auch Kleinunternehmer trotz Fördermittel, weniger Interesse, sich an die Ketzergasse niederzulassen. Das Problem liegt wohl auch am Parkplatzangebot, welches praktisch nicht vorhanden ist für potentielle Kunden. Aber es könnten auch hohe Mietpreise sein – es gibt sicher den ein oder anderen Grund dafür. Man munkelt ja ebenfalls, dass das eine oder andere leer stehende Geschäftslokal einem Besitzer gehört, der nicht gewillt ist, diese abzugeben – umgekehrt aber auch nichts daraus macht und sogar sein eigener Laden praktisch nicht mehr aktiv geführt wird.
Am Samstag Nachmittag eskalierte ein Beziehungsstreit in der Porschestraße in Siebenhirten.
Der 55 Jähriger Mann drohte seiner 54 Jährigen Lebensgefährtin mit dem Umbringen und würgte sie mit einem Kabel.
Die Frau schrie um Hilfe, wodurch Nachbarn aufmerksam wurden und die Polizei alarmierten.
Beim Eintreffen der Polizei-Beamten, war der Täter nicht mehr Vorort und konnte fliehen.
Die Beamten konnten ihm jedoch nach einer Stunde in Bruck an der Leitha im Zuge einer Routinekontrolle fassen.
Dabei stelle sich heraus, dass es bereits Haftbefehle für diverse Diebstähle gegen den gesuchten gab u. sogar sein „Fluchtwagen“ war gestohlen.
Der gebürtige Niederösterreicher wurde wegen versuchten Mordes angeklagt und befindet sich in Haft.