Heute, am 01.09.2019 ab 12:00 Uhr findet das 12. Siebenhirtner Straßenfest statt. Wie üblich auf der Ketzergasse zwischen Nowakgasse und Leo Mathhauser Gasse.
Über 5.000 BesucherInnen machen diese Veranstaltung zum Liesinger Ereignis des Jahres. Bei Musik, Spiel, Unterhaltung und Information für die ganze Familie, werden sich auch heuer wieder die Gewerbetreibenden der Ketzergasse, sowie viele Institutionen, Organisationen und Vereine präsentieren.
Das Rahmenprogramm: Livemusik, Kinderanimation, Flohmarkt, Kinderattraktionen, Spiele, Clown, Straßenkünstler, Service- und Informationsstände, Feuerwehr, Polizei und Rettung, etc.
Ein Heuriger in 7Hirten ? Vielen ist das nicht bewusst, da auch relativ unscheinbar – jedoch ist wohl jeder schon daran vorbei gefahren oder gegangen. Der Wiesenheurige in Siebenhirten auf der Ketzergasse.
Ein Mann namens Franz Dörrer siedelte sich vor gut 50 Jahren in der Ketzergasse in Siebenhirten an. Er betrieb damals ein kleines Fuhrunternehmen und errichtete dazumal eine Hütte bzw. Werkstatt um Fahrzeuge unterzustellen und zu reparieren.
Vor gut 15 Jahren zog er sich schließlich aus dem Geschäfts zurück und übertrug Grund und Hütte an seinen Sohn (auch Franz) – welcher eigentlich nur zum Rasen mähen vorbei kam, aber nicht wusste, was er mit dem Erbe machen solle.
In der Ketzergasse 100 (gegenüber) war früher mal ein Obst und Gemüse Stand – dieser zusätzlich auch Most und Sturm anbot. Der Besitzer Gerhard Beranek musste das Grundstück jedoch räumen und fragte so bei Franz Dörrer an, ob er sein bisher nicht aktiv genutztes Grundstück nutzen dürfe.
Aus dieser Zusammenkunft entwickelte sich auf den ehemaligen Fuhrplatz ein idyllisches Plätzchen und Treffpunkt vieler Siebenhirtner. Als Franz arbeitslos wurde, brauchte er einen neuen Beruflichen Weg und so entstand daraus die Selbständigkeit und die Erweiterung von einem kleinen Standl zum Heurigenwirt. Stammgäste waren am Erfolg beteiligt und halfen bei Umbauarbeiten mit, auch den Namen „Wiesenheurige“ hat er seinen Gästen zu verdanken.
Foto: Berger / Ernst Georg Berger (via MeinBezirk.at)
Die Preise lassen sich sehen, sehr günstig im Vergleich zu größeren Heurigen. Der ausgeschenkte Wein kommt übrigens aus Lengenfeld von Franz Winkler und aus den eigenen Nussbäumen im Garten wird Schnaps gebrannt. Zu Essen gab es zu Anfang nichts, mit eingehender Nachfrage aber mittlerweile kleinere Dinge wie Aufstrichbrote etc. – jedoch dürfen Gäste ihr eigenes Essen sogar mitnehmen – der Wirt ist nach eigenen Aussagen nämlich kein begeisterter „Brotstreicher“. Am Abend greift er dafür gerne selbst mal zur Gitarre und spielt Autropop zur Unterhaltung.
Weitere Fotos und den Quell-Artikel findet ihr bei MeinBezirk.at (Link siehe unten)
Hier noch die Adresse und Austeckzeiten des Grätzl-Heurigen in Siebenhirten.
Wiesenheuriger Ketzergasse 100, 1230 Wien Mo. bis Fr. und So. 15:00 bis 22:00 Uhr Samstag Ruhetag
Es kam in der Vergangenheit immer öfter vor, dass Fahrzeuge welche von der Ketzergasse kommen und links in die Dr.Hans-Wenzel-Gasse einbiegen wollen, die Kurve so zu sagen „schneiden“ und somit über den dort abgesenkten Gehsteig fahren.
Dadurch werden Fußgänger, welcher sich direkt an diesem Bereich am Gehsteig befinden einer erhöhten Unfallgefahr ausgesetzt.
Aus diesem Grund soll diese Gefahrenstelle verringert werden, in dem am Beginn der markierten Längsparkfläche in der Ketzergasse zwei Poller gesetzt werden.
Am Montag, 11. Februar 2019 kam es um etwa 9 Uhr früh auf der Baustelle der Silo-Offices in der Lemböckgasse zu einem schweren Arbeitsunfall.
(c) Bild: Berufsrettung Wien
Durch eine starke Windböe dürften sich Metall Verschallungsteile gelöst haben und einen 67-jährigen Bauarbeiter, der gerade Dachgeschoß-Arbeiten durchführte, am Kopf getroffen und sehr schwer verletzt haben.
Die Berufsrettung Wien wurde alarmiert und rückte sofort mit mehreren Teams sowie der STEG (Seiltechnik-Einsatzgruppe) aus. Der Mann konnte mit dem dortigen Baukran über eine Korbtrage geborgen werden, zuvor wurden direkt am Dachgeschoß noch die ersten medizinischen Notfall-Maßnahmen getroffen.
Der verletzte wurde danach mittels Helikopter mit schweren Kopfverletzungen in den Schockraum eines Spitals gebracht.
Die Ketzergasse, quasi die Hauptstraße durch das Grätzl Siebenhirten, wirkt langsam wie eine „Geister-Stadt“
Die Einzelhändlerin Frau Silvia Ströbinger betreibt seit 30 Jahren das Wollgeschäft „Die Masche“ welches den Anrainern bekannt sein dürfte – sie erzählt gegenüber MeinBezirk.at: „Damals war die Ketzergasse eine lebendige Einkaufsstraße mit vielen aktiven Geschäften“ – mittlerweile sieht es etwas anders aus.
Foto: Noël Gaar / MeinBezirk.at
Das Cafe Adabei (dazumals Anderl) ist genauso wie das Cafe Melange eines der wenigen verbliebenen Cafés in der Ketzergasse die bestand haben.
Ältere Menschen haben es laut der Pensionistin Elisabetz Maliuna auch schwer größere Strecken zurück zu legen, da es an mangelten Einkaufsmöglichkeiten scheitern. Man muss aber auch bedenken dass die SCS mit dem Bus schnell erreichbar wäre und Lebensmittelgeschäfte gibt es in Siebenhirten, auch wenn es nun direkt auf der Ketzergasse leider keines mehr gibt (letztes war der Zielpunkt).
Foto: Noël Gaar / MeinBezirk.at
Für jüngere Leute sei das normal, wie Studentin Kathrin Figerl beschreibt – man treffe sich mit Freunden eher im Stadtzentrum wo mehr los ist.
Die bekannteste Wohnanlage in Siebenhirten ist Wiener Flur (die weißen Bauten wie man hier teilw. auch sagt) – hier werden über 800 Wohnungen von Wiener Wohnen verwaltet. Zusätzlich gibt es noch weitere Wohnanlagen sowie Einfamilienhäuser – soll heißen es wohnen hier einige tausend Menschen, trotz Industrieviertel wo hauptsächlich Firmen angesiedelt sind.
Aber warum ist es hier ein unattraktiver Standort ?
Foto: Noël Gaar / MeinBezirk.at
Die Bezirksvorstehung Liesing zeigt Verständnis und versteht die Anrainer.
Bzgl. Nahversorgung bemüht sich die Politik, so Wolfgang Ermischer gegenüber dem Bezirksblatt. Laut ihm hätten aber auch Kleinunternehmer trotz Fördermittel, weniger Interesse, sich an die Ketzergasse niederzulassen. Das Problem liegt wohl auch am Parkplatzangebot, welches praktisch nicht vorhanden ist für potentielle Kunden. Aber es könnten auch hohe Mietpreise sein – es gibt sicher den ein oder anderen Grund dafür. Man munkelt ja ebenfalls, dass das eine oder andere leer stehende Geschäftslokal einem Besitzer gehört, der nicht gewillt ist, diese abzugeben – umgekehrt aber auch nichts daraus macht und sogar sein eigener Laden praktisch nicht mehr aktiv geführt wird.